Die Insel Salina gehört zu den 7 äolischen Inseln. Das
Eiland umfasst eine Fläche von 26,8Km² und beherbergt ca. 3000 Einwohner die in
drei Gemeinden unterteilt sind, Santa Marina, Malfa und Leni.
Salina ist das alte Didyme
(Zwilling), ein Name, der von der Form der Insel abgeleitet wird, nämlich zwei
durch einen Sattel getrennte Erhebungen. Den jetzigen Namen leitet man von einem
Sumpf an der Küste ab, der früher als Salzgewinnungsbecken diente.
Der genannte Sumpf befindet sich an der Landzunge "Lingua" genannt, hat eine
Tiefe von wenigen Metern und eine Ausweitung von ca. 2 Hektar. Die Landstreifen,
die ihn umgeben, werden durch die starken Strömungen gebildet, die den zwischen
Salina und Lipari befindlichen Kanal durchfließen. Die Form der Insel ist fast
trapezartig und die Küste etwa 24 km lang. Unter den Inseln des Archipels nimmt
Salina sowohl in Bezug auf die Ausdehnung wie auf die Einwohnerzahl die 2.
Stelle ein. Sie ist dagegen an erster Stelle, was die Fruchtbarkeit des Bodens
anbelangt. Vom Gesichtspunkt der Verwaltung ist zu bemerken, dass, während alle
anderen Äolischen Inseln eine einzige Stadtgemeinde bilden, nämlich Lipari,
allein die Insel Salina 3 Gemeinden hat, und zwar Santa Marina Salina, Malfa und
Leni.
Salina besteht aus 6 inaktiven
Vulkanen die vor 13000 Jahren das letzte mal aktiv gewesen sind. Die zwei
größten Erhebungen sind erloschene Vulkankegel, die Fossa delle Felci mit 962
Metern und die Fossa die Porri mit 860 Metern über dem Meeresspiegel. Die Insel
besteht aus zwei wichtigen Berggruppen - im Osten Monte Fossa delle Felci und
Monte Rivi, die durch einen Gebirgskamm miteinander verbunden sind; im Westen
Monte dei Porri - die durch einen Gebirgssattel verbunden sind, von dem sich im
Norden das Tal von Gavite bis nach Malfa hinunter erstreckt, im Süden, nach
Rinella zu, das Vallonazzo. Die Senkung Valdichiesa trennt, fast genau in der
Mitte, die beiden Erhebungen in Richtung N-S. Die Insel besteht aus drei
geologischen Hauptformationen: zwei aus dem Pläistozänzeitalter (mittleres
Pläistozän) und einem aus der Würmeiszeit.
Ein grolßer Krater, im Osten abgekantet, dessen oberen Teil der Berg dei Rivi
darstellt, kennzeichnet die erste dieser Formationen; der Berg Fossa delle Felci,
der sich später durch groáe Lavaspeiungen, Schlackenauswürfe, Blasentuffund
Brekzienablagerungen gebildet hat, die den größten Teil des südlichen Hanges des
Monte dei Rivi bedecken, stellt die zweite Formation dar. Der Krater des Monte
Fossa delle Felci hat einen Durchmesser von ca. 500 m und ist, wenn auch
teilweise erodiert, eine der wichtigsten Formen des ganzen Archipels; die dritte
Formation aus der Würmeiszeit besteht aus einem vulkanischen Kegel: dem Monte
dei Porri. Auf der westlichen Seite öffnet sich ein weiter Krater, der nur
teilweise erhalten ist und dessen Boden eine schiefe Ebene von 50 bis 100 m
bildet, auf der sich die Siedlung von Pollara befindet.